Hygiene Vorteile

Aus einer Umfrage des Verbandes Schweizer Bettwarenfabriken geht hervor, dass Matratzen, Bettdecken und Kopfkissen beim Schlafen sehr strapaziert werden. Der Schläfer scheidet pro Nacht durchschnittlich einen halben Liter Flüssigkeit mit körpereigenen Stoffen wie Salz, Harnstoffe und Säuren aus. Und im Kopfkissen sammeln sich Speichel und andere Absonderungen. Zwar werden gemäss der Befragung die Matratzen regelmäßig gesaugt, gewendet und gelüftet.
94% der Befragten haben ihre durchschnittlich rund acht Jahre alte Matratze noch nie reinigen lassen und 81% planen auch nicht, dies in den nächsten drei Jahren zu tun! Zudem beabsichtigen nur 34%der Befragten, ihre Matratze in den nächsten drei Jahren zu ersetzen.
Kein besseres Ergebnis zeigt sich bei den Bettdecken: 50% der Befragten haben ihre durchschnittlich über sechs Jahre alten Bettdecken noch nie gewaschen oder noch nie reinigen lassen. Und rund 60% planen dies in den nächsten drei Jahren auch nicht nachzuholen. Nur gerade 30% der Befragten beabsichtigen ihre Bettdecken in den nächsten drei Jahren zu ersetzen.
Verband Schweizer Bettwarenfabriken (VSB), www. vsb-info. ch
Bakterien ...

... sind oft für Pickel verantwortlich. Das lässt sich nachweisen, wenn man bevorzugt mit der einen Gesichtshälfte auf dem Kopfkissen schläft und Bakterien ins Kopfkissen gelangt sind. Dann entstehen vermehrt Pickel auf dieser Gesichtshälfte. Selbst intensive Reinigung der Haut führt nicht zur Abnahme der Pickel, da in der nächsten Nacht beim Schlafen die Bakterien wieder auf das Gesicht gelangen. Gerade in der Pubertät sollte zur Vermeidung von Akne oder zur Linderung der hervorgerufenen Beschwerden auf alle Fälle ein waschbares Kissen eingesetzt werden. Aber auch schlimmere Krankheiten wie Lungenentzündung können hervorgerufen werden. Sehr häufig sind Bakterien, aber auch Viren, Pilze und Parasiten die Verursacher. Mikrobiologen zufolge überleben immer mehr Bakterien selbst den Waschvorgang. Dieser Umstand lässt sich vor allem durch die niedrige Waschtemperatur erklären. Wäsche, die bei 40° C gewaschen wird, enthält 500 mal weniger Bakterien als vor der Wäsche. Wird die gleiche Wäsche bei 30° C gewaschen, enthält sie nur 10 mal weniger Bakterien als vor der Wäsche. Deshalb ist ein ausreichender Schutz erst ab einer Waschtemperatur von 60° gewährleistet.
Hausstaubmilben ...

... sind winzige Spinnentierchen, die zwischen 0,1 - 0,5 Millimeter groß sind. Sie bevölkern bevorzugt die Betten, weil dort Ihre Lebensbedingungen optimal sind. Die Milben finden im Bett ihre Lieblingsspeise, die Haut- und Haarschuppen. Eine Million Milben können sich von einem Gramm Schuppen eine Woche lang ernähren, und jeder Mensch verliert pro Nacht ungefähr 1,5 Gramm! Sie sind also garantiert nie allein im Bett. Die Allergene sind Eiweißstoffe, die sowohl in der Milbe als auch im Milbenkot vorkommen. Betten stellen für Milben einen optimalen Lebensraum dar. Durch nächtliche Schweiß- und Speichelabsonderung herrscht ein leicht feuchtes Milieu und es gibt reichlich Nahrung. Sie können nicht fliegen, doch werden sie durch die Luft verbreitet, wenn man Betten macht und die Kopfkissen aufschüttelt. Das Einatmen einer hohen Konzentration von Milbenkot kann sehr unterschiedliche allergische Äußerungen hervorrufen, doch betreffen sie vor allem die Atemwege und äußern sich meist durch Rhinitis (wiederholtes Niesen, verstopfte Nase, tränende Augen) oder Asthma. Deshalb stellt alleine die Waschbarkeit des Kopfkissens über 60° eine sichere Art dar, Milben im Kopfkissen zu vermeiden.
Pilze ...

... können prinzipiell überall dort in Innenräumen vorkommen, wo die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Aus diesem Grund ist das Kopfkissen ein bevorzugter Nährboden für Pilze, da durch den nächtlichen Schweiß- und Speichelfluss, ein warmes, feuchtes Biotop entsteht, das für die Vermehrung der Pilze notwendig ist. Die Pilze wachsen auf organischen Materialien, aber auch auf Kunststoffen. Die Allergene sind nicht die Pilze selbst, sondern die Sporen, die von den Pilzen zur Fortpflanzung in die Luft abgegeben werden. Solange unsere Körperabwehr uneingeschränkt funktioniert, wird sie mit den Pilzen fertig. Bei abwehrgeschwächten Menschen können jedoch Pilzerkrankungen entstehen, die lebensbedrohlich sind. Das gilt für Schimmelpilze, speziell für den Aspergillus, der in Baumwolle, Polstermöbeln, Schaumstoffmatratzen, Kissen seinen bevorzugten Lebensraum findet
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